Burgstädt, 22.02.2009

Bürgerbüro der Linkspartei beschädigt

Bereits zum siebenten Mal seit Frühjahr 2008 ist das Bürgerbüro der Partei Die Linke an der Goethestraße in Burgstädt beschädigt worden. "Am Sonnabend gegen 21.30 Uhr haben wir davon erfahren, dass wieder Scheiben eingeschlagen wurden. Die Täter konnten noch nicht ermittelt werden", sagte gestern Polizeiführer Siegmund Schulze. An eine zufällige Häufung glaubt Manfred Richter vom Vorstand der Linken nicht: "Wir vermuten, dass es Zusammenhänge mit den Vorfällen in der Helenenstraße in Limbach gibt. Auch dort gab es immer wieder Überfälle." Er sei froh, dass jetzt gegen zwei junge Männer, die die Polizei nach den Steinwürfen auf das Bürgerbüro im Oktober 2008 gefasst hatte, ermittelt werde. Anklage wegen Sachbeschädigung wolle die Staatsanwaltschaft Chemnitz erheben. "Die Straftäter müssen endlich gefunden werden", so Richter. Untersucht werde nach den Steinwürfen im Januar auch, ob es Zusammenhänge mit den Schmierereien an der Stadtkirche in Burgstädt und im gesamten Stadtgebiet gebe. Ermittlungsergebnisse lägen laut Polizei noch nicht vor. Auch Achim Grunke, Vorsitzender des Kreisverbandes Mittelsachsen der Linken, hält die wiederholte Sachbeschädigung in Burgstädt nicht für einen Zufall. "Wir haben eine ausgeprägte rechtsextreme Szene in der Region", sagt er.

Projekt:
Ort:
Burgstädt
Landkreis:
Mittelsachsen
Quellen:
  • Freie Presse