München (Ludwigsvorstadt), 05.03.2019

Rassistischer Angriff auf Taxifahrer

Ein 58-Jähriger Münchner lässt sich in der Nacht auf Dienstag gegen 3.40 Uhr von einem 37-jährigen Taxifahrer zum Hauptbahnhof fahren. Am dortigen Taxi-Stand in der Bayerstraße weigert er sich zunächst, den Fahrpreis zu bezahlen, weil er nicht glauben will, wirklich am Hauptbahnhof angekommen zu sein. Dann beschimpft er den in Polen geborenen Taxifahrer als „scheiß Kanake“ , woraufhin dieser den Mann zum Aussteigen auffordert. Daraufhin tritt der 58-Jährige den Taxler mit dem Fuß und entfernt sich vom Geschehen. Kurz daraufhin kehrt der Mann jedoch wieder zum Geschehen zurück, wo sich nun jedoch schon Polizeibeamt_innen befinden. Diesen gegenüber zeigt der Mann jetzt den Hitlergruß, schreit „Sieg Heil“ und ruft einem Polizisten zu: „Du sollst im KZ vergast werden“ . Daraufhin wird der alkoholisierte 58-Jährige festgenommen und wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ angezeigt.

Projekt:
Ort:
München
Ortsteil:
Ludwigsvorstadt
Stichwörter:
Hitlergruß, Sieg Heil
Handlungen:
Beleidigung/Beschimpfung/Bedrohung, Körperverletzung/versuchte Körperverletzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
Motive:
Gegen öffentliche Institutionen, Rassismus, Verherrlichung NS-Regime
Kontexte:
Öffentlicher Raum allgemein, Polizei
Quellen:
  • Quelle: a.i.d.a.
  • Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Abendzeitung“ vom 7. März 2019.