München (Ludwigsvorstadt), 14.03.2019

IB – Blockade gegen Münchener Flüchtlingsrat

Am Donnerstag ist für 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten des „Münchner Flüchtlingsrates“ in der Goethestraße ein „Infoabend für Interessent*innen“ geplant. Die Veranstaltung richtet sich an Leute, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren wollen. Etwa eine Viertelstunde vor Beginn versammeln sich gut zwölf Aktivist_innen der „Identitären Bewegung“ (IB) vor Ort und bauen sich vor dem Eingang auf. Mitgebracht haben sie u.a. Flyermaterial von IB und der IB-Tarnorganisation „Alternative Help Association“ (AHA) sowie ein Banner mit der Aufschrift „‚Helfen‘ auf eigene Gefahr“ . Links und rechts neben das Banner stellen sich jeweils zwei Akteur_innen mit großen Plakaten, auf denen angebliche Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ abgedruckt sind. Die Überschriften der Texte tragen Titel wie „Vergewaltigung einer Flüchtlingshelferin“ oder „Flüchtling erstach mutmaßlich ehrenamtlichen Helfer“ . Es kommt für einige Minuten zu einer Art Blockadesituation, weil die Interessent*innen aufgrund der extrem rechten Aktion den Veranstaltungsraum zunächst nicht betreten können. Nach wenigen Minuten packen die extrem rechten Aktivist*innen ihre Materialien wieder ein und entfernen sich vom Geschehen. Im Nachhinein erscheint auf der Website der „Identitären Bewegung Bayern“ ein Foto-Bericht über die Aktion.

Projekt:
Ort:
München
Ortsteil:
Ludwigsvorstadt
Stichwörter:
Alternative Help Association (AHA), Identitäre Bewegung (IB)
Handlungen:
(versuchte) Veranstaltungsstörung/Hausfriedensbruch
Motive:
Gegen Geflüchtete, Gegen politischen Gegner
Kontexte:
Diskussions-/Vortragsveranstaltung öffentlich
Quellen:
  • Quelle: a.i.d.a.